Museum im Schweizer Hof

Schweizer Hof

Museum im Schweizer Hof

Mit den zweimal jährlich wechselnden Sonderausstellungen zu unterschiedlichen stadtgeschichtlichen sowie übergeordneten Themen, lockt das Stadtmuseum im Schweizer Hof jährlich zahlreiche Besucher in das stattliche Fachwerkhaus in der Brettener Altstadt. Seit 2007 beherbergt das Museum zudem das Deutsche Schutzengel-Museum. Durch Geschenke und Leihgaben von Bürgern, sowie von unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften wurde die Sammlung stets erweitert und präsentiert sich heute auf zwei Stockwerken. Die Architektur des 1707/08 errichteten Gebäudes, dessen Kellergewölbe noch auf das mittelalterliche Zehnthaus des Klosters Frauenalb zurückgehen, eröffnet vielfältige Einblicke in die Geschichte.

Bis zum 31.01.2021 beherbergt das Museum im Schweizer Hof die Sonderausstellung "Demokratie wagen? Baden 1818-1919", hier geht es zum virtuellen Ausstellungsrundgang:

https://www.leo-bw.de/medien/panoramen/190401_DemokratieWagen/

Demokratie wagen? Baden 1818-1919

In den Jahren 2018 und 2019 feiern wichtige Ereignisse der badischen Geschichte ihr Jubiläum: 1818 wurde im Großherzogtum Baden die für ihre Zeit wegweisende, frühkonstitutionelle Verfassung erlassen. In der Revolution 1918 brach die Monarchie zusammen, und Baden wurde eine Republik, die 1919 eine der demokratischsten Verfassungen der Zeit erhielt. Das Generallandesarchiv Karlsruhe greift in der Ausstellung Demokratie wagen? Baden 1818-1919 diese wichtigen Zäsuren badischer Geschichte auf. Die Präsentation zeichnet anhand einer Vielzahl aussagekräftiger und bislang unbekannter Dokumente und Exponate den Weg Badens von der Monarchie zur Republik nach. Im Mittelpunkt stehen die erkenntnisleitenden Fragen nach dem Ausmaß der politischen Mitbestimmung der badischen Bevölkerung im langen 19. Jahrhundert, nach der Entwicklung von der großherzoglichen Alleinherrschaft zur Volkssouveränität und nach der Durchsetzung universeller Menschen- und Bürgerrechte. Dabei erweist sich Baden als das oft zitierte liberale „Musterländle“. Die demokratiegeschichtliche Ausstellung wählt verschiedene Perspektiven: Sie schildert zentrale Ereignisse, bietet aber auch regionale und biografische Zugänge zum Thema – und sie übergeht auch nicht die vielfältigen Widerstände und zahlreichen Gegenspieler, bis hin zur Zerstörung der Demokratie und der Beseitigung der Menschenrechte in der NS-Willkürherrschaft . Das Thema der Geschlechterverhältnisse findet seinen Niederschlag in einer Abhandlung über das Frauenwahlrecht. Die Präsentation leistet einen historisch fundierten Beitrag zur Auseinandersetzung der Bürgerinnen und Bürger mit unserem demokratischen Gemeinwesen. Sie will die Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion einladen und in Zeiten der sinkenden parlamentarischen Legitimierung, der Fake-News und des völkischen Populismus die Errungenschaft individueller Freiheitsrechte verdeutlichen. Die Ausstellung will besonders junge Menschen ansprechen. Sie will Schülerinnen und Schüler in ihrer historischen und politischen Urteilskraft stärken und sie gegen die Einflüsterungen von Demokratiegegnern immunisieren. Durch den lehrplankompatiblen Zugriff und durch das mit Fachdidaktikern des Regierungspräsidiums Karlsruhe erarbeitete, archivpädagogische Material vermag die Präsentation ebenso gründliche wie anregende Bausteine für die Arbeit mit Schulklassen und studentischen Gruppen zu liefern.

Vorankündigung

Ab dem 3.3.2021 beherbert das Museum im Schweizer Hof die neue Sonderausstellung "Textilgeschichte(n)"

Diese Ausstellung zeigt einen Streifzug durch die Entwicklung der Textilien und deren Herkunft. Es werden unterschiedliche Verarbeitungs- und Herstellungstechniken, Materialarten und deren natürliche wie historische Ursprünge beleuchtet. Ein weiterer Punkt, den die Ausstellung beleuchten möchte, ist die Entwicklung der Textilfärberei. Auch die Brettener Geschichte blickt auf eine lange Tradition in der Textilherstellung- und Verarbeitung zurück. Unterschiedliche Handwerker aus diesem Bereich prägten die Brettener Wirtschaft für viele Jahrhunderte. Begonnen bei den Tuchhändlern, welche zur Frankfurter Messe fuhren, über die bereits zur frühen Neuzeit belegte Zunft der Weber bis hin zum groß anlegten Krappanbau auf Brettens Feldern.

Laufzeit: 03.03.-03.10.2021

Der Eintritt in die Museen und Sonderausstellungen ist frei.

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11-17 Uhr

Sonderführungen für Gruppen (ab 10 Personen) sind auch außerhalb der Öffnungszeiten jederzeit möglich. Telefonische Anmeldung über die Tourist-Info Bretten

  • Museumsleitung: Linda Obhof M.A.
    • Melanchthonstraße 24 - Fußgängerzone
    • Eingang: Engelsberg 9
  • 07252 97 28 00
  • 07252 97 32 12
  • schweizerhof@bretten.de

Begleitprogramm von März 2021 - Oktober 2021:

+++ folgt +++

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